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Wochenende, Wasserfall & Wasabi (22. - 24. August 2003)

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W... wie Wochenende, W... wie Wandern, W... wie Weckruf, W... wie Wasserfall, W... wie Wasabi! W... wie "Warum muss man immer so viel diskutieren?!".

Freitag Nachmittag fuhren Martin, Michael und ich mit dem Zug von Tainan nach Chiayi, noch einmal eine Stunde später holten uns Felix & Anna dort mit dem Auto ab und weiter ging es uber viele Serpentinen nach Alishan (2200m) - laut Reiseführer "Taiwan's top-rated mountain resort an well worth a visit".
Nach der Erkenntnis, dass es in Taiwan offensichtlich nicht viel bringt, ein Hotel zu buchen, da reservierte Zimmer plötzlich gar nicht mehr existieren, nach einigem Hin und Herr und langen Diskussionen (von denen es noch mehrere an dem Wochenende geben sollte, bei neun Leuten sind manchmal acht zu viel!) einigten wir uns auf zwei Zimmer und fielen nach einem leckeren Abendessen auf unsere Betten.... pünktlich um halb vier Uhr morgens klingelte das Telefon: "Morning Call".
Aber wir wollten es ja nicht anders, rieben uns den Schlaf aus den Augen und machten uns auf den Weg zum Gipfel des Bergs Chushan (2489m), um dort um 5:40 Uhr einen wirklich sehr schönen Sonnenaufgang zu erleben. Typisch chinesisch, waren die meisten Einheimischen mit einer kleinen Bummelbahn auf den Gipfel gefahren, so dass wir den Fusweg praktisch fur uns alleine hatten. Kaum war der Sonnenaufgang vorbei, die obligatorischen Fotos gemacht, stürmten alle Taiwanesen wieder zum Zug... auf zum nächsten Tagesordnungspunkt. Wir frühstuckten erst mal und spazierten noch ein wenig auf dem Berg umher.
Außerdem lernte ich, dass es Wasabi (grüner Meerrettich) nicht nur in Japan gibt: auch in Alishan wird Wasabi angebaut und in allerlei Leckereien verarbeitet, am interessantesten waren eindeutig die Erdnüsse in Wasabi-Mantel.



Dann allerdings hatten wir genug von Alishan und fuhren weiter nach Tunpu, laut Reiseführer "One of the best mountain resorts...". Nach drei Stunden Fahrt und weiteren Serpentinen kamen wir in einem kleinen Ort an, der alles andere als den Eindruck eines "Bergdorfes" machte und wieder mal stellte sich unser reserviertes Hotel als ein Flopp heraus, worauf wir kurzerhand in ein wesentlich schickeres, wenn auch doppelt so teures, Hotel umsiedelten.
Es war schon Mittag, die Mägen schreiten Hunger und als mir ein Restaurantbesitzer fünf Minuten lang erklärte, dass "Deutsche die Allerbesten" seien, konnten wir nicht anders als bei ihm gebratene Nudeln & Reis zu bestellen. Irgendwann schafften wir es dann, uns auf ein Wanderziel zu einigen und marschierten frohen Mutes Richtung Yushan, dem höchsten Berg Taiwans. Wir wollten ihn zwar nicht besteigen, aber zumindest sehen, in welchem Zustand der Wanderweg ist... nach zwei Stunden Aufstieg erreichten wir einen wunderschönen, ca. 30m hohen Wasserfall und niemand konnte uns davon abhalten, uns möglichst schnell in das kühle Nass zu begeben - was für eine Wohltat! Wellenbad, Massage und Abkühlung in einem.
Pünktlich zum Abendessen waren wir wieder in Tungpu, und abends ein schoner Abschluss des Tages: Baden in den "heißen Quellen" auf dem Dach des Hotels. Ob es nun tatsächliches heißes Quellwasser war oder nicht... es war trotzallem sehr sehr angenehm.

Wir waren zum Wandern in die Berge gefahren... Christoph, Martin & Ich beschlossen deshalb, am nächsten Morgen einen "kleinen" Morgenspaziergang zu machen. Der "Spaziergang" erwies sich als ein 45minutiger Gewaltmarsch auf einem Betonweg mit vielen vielen Treppen und genauso vielen Chinesen. Oben angekommen erwartete uns zwar tatsächlich der "Regenbogen-Wasserfall" aber mit den Holzgeländern, Wasserrohren und vielen Leuten gar nicht vergleichbar mit dem Wasserfall am Tag zuvor! Immerhin hatten wir uns unsere Dusche & Frühstück verdient!

Der Nachmittag verging schnell.... wir machten noch einen kurzen Abstecher zum SunMoonLake, bestiegen dort eine kitschige Pagode mit einer großen Glocke und nach zwei Stunden Autofahrt im Regen, fuhr die "Tainanfraktion" wieder mit dem Zug nach Hause...

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